Steinige Angelegenheit für Forstschüler

Rhode Lienz: Die durch einen Erdrutsch beschädigte Bützelstrasse wurde saniert

Nachdem ein Unwetter vor Jahresfrist ein zehn Meter langes Teilstück der Waldstrasse zum Bützel weggerissen hatte, wurde die Stasse nun durch Schüler der Forstschule St.Gallen-Appenzell a.R. wieder instandgestellt.

Nicht hölzig, sondern vielmehr ziemlich steinig ging es diese Woche für die Zweitjahr-Lehrlinge der Forstschule St.Gallen-Appenell zu und her. Im Rahmen des obligatorischen Baukurses stellten vier angehende Forstwarte unter der Leitung von Revierförster Sascha Kobler das in steilem Hang gelegene, beschädigte Strassenstück wieder in Stand.
Zur Stabilisierung des Strassenkörpers wurde talseitig eine Stützmauer aus spezialverzinkten Steinkörben erstellt. Bedingt durch die engen Platzverhältnisse und die Tatsache, dass die benötigten Steine erst regelrecht zusammen gesucht werden mussten, war sehr viel schweisstreibende Handarbeit angesagt. Gerade dies aber habe einen grossen Lerneffekt, sagte Sascha Kobler, denn so würden die Lehrlinge den Aufbau von Grund auf kennen lernen.

Enorme Einsparungen
Der Lienzer Rhodmeister Erwin Egeter sprach den Helfern seinen Dank aus und spendierte allen einen Zvieri. Er liess keinen Zweifel daran, dass die Strasse ohne die Forstschule höchstwahrscheinlich nicht repariert worden wäre. „Die Kosten und der Nutzen wären absolut unverhältnismässig gewesen“, sagte er., Ursprünglich waren die Sanierungskosten auf rund 60'000 Franken geschätzt worden, welche teilweise durch Subventionen von Bund und Kanton getilgt werden können. Dennoch hätten sich für die Rhode Lienz als Besitzerin der Strasse Restkosten von rund 20'000 Franken ergeben.
Dieser Betrag konnte nun dank dem Einsatz der Forstschüler halbiert werden.
Da die Strassensanierung im Bereich der Bachquerung des Rötelbaches liegt und somit auch eine wasserbauliche Massnahme bildet, beteiligt sich die Stadt Alstätten an der Hälfte der Restkosten.

Objektsuche ist oft schwierig
Der einwöchige Baukurs bildet einen festen Bestandteil im zweiten Lehrjahr der angehenden Forstwarte. Die weggespülte Strasse eigne sich sehr gut für so ein Bauobjekt, erklärte Raphael Lüchinger, Ausbildungsleiter und stellvertretender Amtschef beim Kantonsforstamt St. Gallen, als er mit Marco Köppel, Kantonsförster und Organisator der Projekte, die Baustelle besichtigte. „Wir haben dieses Jahr insgesamt vier Projekte, die alle in dieser Woche stattfinden“, erklärte er. Es sei nicht einfach, geeignete Objekte zu finden, deshalb sei man immer froh, wenn solche Objekte gemeldet werden. Schliesslich brauche es dazu auch Instruktoren, die bereit sind, die Leitung der Arbeiten zu übernehmen, erklärte Lüchinger.  

 

Abrutschstelle Bützelstrasse

Forstschüler füllen die Steinkörbe