Rekordbeteiligung an der Bürgerversammlung

Rhode Lienz: An der Bürgerversammlung der Rhode Lienz nahmen letzten Freitag fast 45 Prozent aller Stimmbürger/innen teil. Sie hiessen alle Anträge einstimmig gut. Im Anschluss zog der Grabser Naturfotograf Markus P. Stähli das Publikum mit seinem Bildervortrag über die Flora und Fauna der Region in seinen Bann.

„Wir sind erschlagen, so viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger und vor allem ein so gemischtes Publikum begrüssen zu dürfen“, freute sich Rhodmeister Erwin Egeter bei seiner Begrüssung. Nicht nur die Rekordbeteiligung von knapp 45 Prozent aller Stimmberechtigten, sondern auch das grosse Interesse der jungen Generationen war für die Verwaltungsmitglieder der Rhode Lienz eine grosse Freude. Zügig führte der Rhodmeister die Versammlung durch die anstehenden Traktanden. Die Jahresrechnung 2010 wies schlussendlich einen Gewinn von rund 35‘700 Franken Franken aus. Das finanzielle „Highlight“ des vergangenen Jahres war einmal mehr das Mehrfamilienhaus an der Zollstrasse, das mit einem ausgewiesenen Gewinn von knapp 70‘000 Franken abschloss. Der Block sei der Lebensnerv der Rhode Lienz, so der Rhodmeister, “deshalb ist es der Verwaltung ein grosses Anliegen, dem Sorge zu tragen und die Liegenschaft weiterhin gut in Schuss zu halten.“ Die Stimmbürger/innen hiessen alle Anträge einstimmig gut.

Aufwändige Waldpflege
Die Waldpflege als auch die Holzernte im Bereich des Lienzer Schutzwaldes sind stets mit hohen Aufwendungen verbunden. Die Bevölkerung setzte sich im vergangenen Jahr wiederum mit vereinten Kräften für den Erhalt des Schutzwaldes ein und war am Waldräumungstag in beachtlicher Anzahl mit währschaftem Schuhwerk und Arbeitshandschuhen zur Stelle. Seit einigen Jahren bietet die Rhode zusammen mit der Dorfgemeinschaft Lienz-Plona einen Sammeldienst für Grüngut an. Dieser wurde auch im vergangenen Jahr sehr von der Bevölkerung geschätzt. Ebenso war die Christbaumabgabe wieder ein voller Erfolg. Viele spendeten an den beiden Anlässen für Hilfsbedürftige in Lettland, sodass ein namhafter Betrag an den „Verein der Freunde Lettlands“ übergeben werden konnte. Der Rhodmeister dankte für die tatkräftige Mithilfe während des Jahres. Sie zeigt, dass das Miteinander im Dorf funktioniert und die Erhaltung des Schutzwaldes ein Anliegen von Jung und Alt ist.

Lehrabschlüsse werden belohnt
Jungbürgerin Bettina Egeter war der persönlichen Einladung der Rhodsverwaltung gefolgt und nahm zum ersten Mal an der Bürgerversammlung teil. Sie habe jetzt die Möglichkeit, massiv ins politische Geschehen einzugreifen und mitzubestimmen, erklärte ihr der Rhodsmeister mit einem Schmunzeln. Als Einstandsgeschenk überreichte er ihr ein Buch der Rhode, sodass sie sich mit der Geschichte ihres Heimatortes vertraut machen kann. „Die Jugend ist das Kapital unseres Dorfes“, so Erwin Egeter. Um diese zu unterstützen, werden künftig die Lehr- und Studiumabschlüsse mit einem finanziellen Zustupf belohnt. Der Rhodmeister dankte für die tatkräftige Mithilfe der Dorfbewohner während des Jahres. Sie zeigt, dass das Miteinander im Dorf funktioniert und die Erhaltung des Schutzwaldes ein Anliegen von Jung und Alt ist.

Interessanter Vortrag
Im Anschluss nahm der Grabser Naturfotograf Markus P. Stähli die Zuschauer mit auf eine Reise durch die wunderschöne Natur der Bergwelt und zeigte ein Jahr im Leben eines Hirschen und seiner Artgenossen. Den Hirschen zu fotografieren, sei sehr schwierig, da diese Tiere dem Menschen im Spür- und Geruchsinn weit überlegen seien, erklärte der erfahrene Tierfotograf. Er erzählte die Geschichte des Hirschen in beeindruckenden Bildern und Naturgeräuschen und zeigte nicht nur die heile Welt, sondern fing immer wieder die Realität der Wildtiere ein. Er sei ein Fürsprecher für die Tiere, so Markus P. Stähli. Der Grund für seine Vorträge sei es deshalb, das Verständnis der Menschen für das Wild zu fördern und zu zeigen, dass ein Nebeneinander möglich ist, auch wenn der Mensch immer mehr Platz für sich in Anspruch nimmt. Den Tieren werden buchstäblich viele Steine in den Weg gelegt (Strassen, Überbauungen), die den Wildwechsel immer schwieriger machen und teilweise verunmöglichen. Das Publikum wurde sofort in den Bann der Bilder gezogen und liess sich in die Welt der Wildtiere entführen und bedankte sich mit grossem Applaus.

Text/ Bilder: Heidy Frei

 


Bürgerversammlung 2011

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